Fachdienst in der Kindertagesbetreuung der Heilpädagogischen Ambulanz
Wer hier arbeitet und wer für was zuständig ist

Der Fachdienst besteht derzeit aus einem elfköpfigen interdisziplinären Team. Alle Kolleg/-innen haben zahlreiche Fortbildungen und Zusatzausbildungen zu unterschiedlichsten Themen besucht und können sich durch ihren unterschiedlichen beruflichen Erfahrungsschatz perfekt ergänzen.

Melanie Schmidt – Koordination Fachdienst. Erzieherin (in Elternzeit)
Linda Heil –  – Dipl. Sozialpädagogin (FH)
Katharina von Bothmer – Pädagogin B.A., staatl. anerkannte Heilpädagogin
Anna Kratsch – Sonderpädagogin und Sportwissenschaftlerin B.A.
Christina Heim – staatl. anerkannte Erzieherin, analytische Kunsttherapeutin
Gisela Gördes – Sonderpädagogin/Sprachheilpädagogin M.A.
Anette Büchel – Logopädin
Kathrin Iversen – Dipl. Sprachheilpädagogin
David Katz – Sozialpädagoge B.A.
Corinna Steinborn – Heilpädagogin B.A.
Meike Schiller – Sonderpädagogin B.A.

Wann wir geöffnet haben und wann Sie uns erreichen können

Die Einrichtung ist werktags täglich durch das Personal besetzt und kann telefonisch erreicht werden. Gerne können auch Informationen auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden, Sie werden umgehend von uns zurückgerufen.

Zusätzlich können die Kontaktdaten (dienstliche Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse) über die jeweilige Leitung der Kindertagesstätte, in welcher der Fachdienst tätig ist, erfragt werden.

Warum es uns gibt

Der Fachdienst ist ein präventives Angebot zur Verbesserung der Teilhabe aller Kinder in der Kindertagestätte, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Entwicklung.

Kinder durchlaufen in den ersten Lebensjahren vielfältige Entwicklungsprozesse, welche je nach Kind unterschiedlich schnell oder langsam verlaufen können. Um diese gut im Blick zu haben und eventuelle Entwicklungsrisiken frühzeitig erkennen zu können und gegebenenfalls abzuwenden unterstützt der Fachdienst, der Heilpädagogischen Ambulanz (HPA) die Kindertageseinrichtungen der Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern. Der Fachdienst ist Teil der Teams und fest in den Strukturen der Häuser verankert, somit wird dem gesetzlichen Auftrag (vgl. BayKiBiG v.a. Art. 10 und Art. 12) der Früherkennung und Integration von Kindern mit Entwicklungsrisiken nachgekommen.

Für wen wir da sind

Der Fachdienst der Heilpädagogischen Ambulanz (HPA) ist ein Unterstützungsangebot für alle Kinder, sowie deren Eltern und des pädagogischen Personals der Kindertagesstätten der Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern.

Was wir erreichen wollen

Der Fachdienst der Heilpädagogischen Ambulanz (HPA) arbeitet nach einem inklusiven Grundgedanken. Dies bedeutet, dass Heterogenitätsdimensionen wie ethisch kulturelle Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Familiensprache(n), Familienstrukturen, sozialökonomischer Status sowie körperliche und seelische Fähigkeiten kein Ausgrenzungsgrund für Kinder und Familien darstellen. Der Fachdienst soll dazu beitragen, dass die Kindertageseinrichtungen der Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern Erfahrungs-, Bildungs- und Entwicklungsräume für alle Kinder sind. Damit verfolgen wir unter anderem die Ziele der UN-Kinderechtskonvention (v.a. Art. 28), sowie der UN-Behindertenrechtskonvention (v.a. Art. 24).

Was wir anbieten

Die Angebote des Fachdienstes können, je nach den spezifischen Bedürfnissen der Kinder, sowohl in der Gruppe integriert sein als auch aus Kleingruppenangeboten bestehen. Alle Maßnahmen des Fachdienstes zielen auf eine gesundheitsbewusste und ganzheitliche Entwicklungsförderung der Kinder ab. In den Gruppen nehmen die MitarbeiterInnen des Fachdienstes auch eine beobachtende und beratende Rolle ein. Fachkräfte und Eltern erhalten vom Fachdienst bei Bedarf Informationen zum individuellen Entwicklungsstand oder mögliche Entwicklungsrisiken des jeweiligen Kindes. Im Falle eines Unterstützungsbedarfes werden die Ressourcen der Familie gemeinsam betrachtet und Möglichkeiten entwickelt das Kind in seinem sozialen Umfeld zu fördern. Mit den pädagogischen Fachkräften wird die Teilhabemöglichkeit des Kindes in den Blick genommen und gemeinsam Anregungen zur individuellen Förderung im Alltag der Tageseinrichtung erarbeitet. Wir stellen keine Diagnosen, sondern geben Einschätzungen zum Entwicklungsstand des Kindes und schreiben bei Bedarf Stellungnahmen für Ärzte, Therapeuten und Kostenträger.

Der präventive Fachdienst wird über die jeweiligen Kindertagesstätten finanziert.

Eltern haben die Möglichkeit für Ihr Kind mit erhöhtem Förderbedarf eine Einzelintegration zu beantragen. Der Fachdienst im Rahmen von Einzelintegrationen wird durch qualifiziertes Personal, z.B. Heilpädagog/-innen, Sonderpädagog/-innen o.ä. angeboten und durchgeführt. Bei der integrativen Förderung profitieren Kinder mit (drohender) Behinderung und nicht behinderte Kinder gegenseitig voneinander. Eine intensive Elternarbeit ist eine der tragenden Säule der Einzelintegrationsarbeit. Der Fachdienst dient im Einzelnen sowohl der Begleitung des jeweiligen Kindes und dessen Eltern als auch dem pädagogischen Personal bei der Bewältigung ihrer (integrativen) Aufgaben. Die heilpädagogische Fachkraft begleitet und unterstützt das Kind mit Integrationsbedarf ganzheitlich. Dabei berücksichtigt sie die persönlichen Interessen, Ressourcen und individuellen Fähigkeiten des Kindes und integriert diese in alle Lebensbereiche. Dadurch wird Teilhabe möglich. Reicht die Unterstützung im Elternhaus und der Kita allein nicht aus, empfiehlt und vermittelt der Fachdienst weiterführende Hilfen. Um wirksam helfen zu können, ist die Vernetzung mit anderen Institutionen wichtig. Auf (Wunsch) der Eltern findet ein Austausch mit Kinderärzten sowie anderen Fachstellen statt.

Um einen Antrag auf Kostenübernahme der Eingliederungshilfe stellen zu können sind folgende Grundlagen notwendig: §99 SGB IX i.V.m. §53 SGB XII vor der Einschulung; §35a SGB VIII ab Schuleintritt.

Wie wir ausgestattet sind

Die Angebote des präventiven Fachdienstes finden in der Regel in den Räumen der jeweiligen Kindertageseinrichtungen statt. Hierbei stehen uns neben den Gruppen- und Funktionsbereichen (z.B. Außengelände, Turnhalle, Nebenräume) auch alle Spiel- und Beschäftigungsmaterialien der Häuser zur Verfügung.

Gemeinsam mit den jeweiligen Hausleitungen werden Entscheidungen über die Neuanschaffung entwicklungsförderlicher Materialien oder Fachliteratur getroffen.

Zusätzlich besteht für die MitarbeiterInnen des Fachdienstes die Möglichkeit weitere Therapiematerialien und ausgewählte Fach- und Kinderbücher in der HPA auszuleihen.

Was wir erreicht haben

Mit unserem interdisziplinären Team begleiten und unterstützen wir seit zehn Jahren Kinder, Eltern und Pädagog/-innen der Kindertageeinrichtungen der Diakonie – Jugendhilfe Oberbayern. Mit einer hohen Professionalität und Leidenschaft zum Beruf stellt sich unser Team dem stetigen gesellschaftlichen Wandel und den Herausforderungen des Kindertagesbetreuungsbereichs.

Mit wem oder was wir kooperieren

Generell findet jede Kooperation im stetigen Austausch und Kooperation mit allen Beteiligten des Geschäftsbereichs der Kindertagesstätten statt. Gemeinsam mit den Leitungen und dem pädagogischen Personal kooperieren wir eng mit Grundschulen, Förderzentren und Schulberatungsinstitutionen (z.B. MSH, MSD), niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiatern, niedergelassenen Kinder- und (Fach-)ärzten, Therapeuten/Frühförderstellen, ambulanten Erziehungshilfen und anderen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe. Ein weiterer gemeinsamer Kooperationspartner sind die Leistungsträger der Eingliederungshilfe (Bezirk Oberbayern, SBH).

Außerdem ist der Fachdienst an die trägerinterne Heilpädagogische Ambulanz (HPA) angebunden, wodurch es möglich ist Hilfen aus einer Hand anzubieten. Das Team der HPA besteht aus Heilpädagog/-innen, Psycholog/-innen, Ergotherapeut/-innen, Logopäd/-innen, Lerntherapeut/-innen und Erzieher/-innen. Diese bieten folgende Maßnahmen an: Heilpädagogische Übungsbehandlungen/Spieltherapie, isolierte heilpädagogische Maßnahmen, Ergotherapie, Sprachtherapie/Logopädie, Lerntherapie, Händigkeitstestung. Unter Berücksichtigung der jeweiligen sozialräumlichen Gesichtspunkte können Eltern hier beraten und an Beratungsstellen, Ärzte, Therapeut/-innen, Kliniken und Frühförderstellen vermittelt werden.

Zudem besteht seit 35 Jahren mit dem Diakonischen Werk Rosenheim, der Psychotherapeutischen Fachambulanz Oberbayern (PFO) und einem niedergelassenen Kinder- und Jugendpsychiater ein intensives fachliches Kooperationsmodell in München, das 2020 zu einem Sozialpsychiatrisch Ambulanten Therapiezentrum (SPATZ) ausgebaut werden konnte. In diesem werden kinder- und jugendpsychiatrische, psychologisch-psychotherapeutische Dienste die Angebote der Heilpädagogischen Ambulanz (HPA) sowie Leistungsfördernde Maßnahmen angeboten.

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