Wer hier arbeitet und wer für was zuständig ist

Das Team besteht aus SozialpädagogInnen sowie einer Psychologin, die für die Arbeit mit Careleavern und schwer zu erreichenden jungen Menschen sowohl persönlich als auch fachlich geeignet sind.

Das multiprofessionelle Team wird durch einen psychologischen Fachdienst unterstützt.

Ansprechpartner vor Ort


Maximilian Zeiträg
Tel.: +49 (0)175 3289573
E-Mail: maximilian.zeitraeg@jh-obb.de

Bereichsleitung


Günter Stranzinger
E-Mail: guenter.stranzinger@sd-obb.de

Wann wir geöffnet haben und wann Sie uns erreichen können

Ferryboat ist Montag bis Freitag, von 09:00 – 18:00 Uhr erreichbar.

Warum es uns gibt

Bei vielen jungen Menschen ergeben sich Schwierigkeiten beim Übergang von schulischen Maßnahmen zur Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme. Diese gelten bereits in jungen Jahren als Langzeitarbeitslose und werden von den bestehenden Regelangeboten aus verschiedensten Gründen nicht mehr erreicht. Des Weiteren wurde erkannt, dass sogenannte Careleaver, junge Menschen, die Jugendhilfemaßnahmen verlassen, nach dem Auszug vor großen Herausforderungen stehen. Sie können meist weniger auf stabile Beziehungen zurückgreifen und haben oft finanzielle Schwierigkeiten. Bei auftretenden Problemen ist eine Rückkehr in die Jugendhilfe meist nicht mehr möglich und geeignete Ansprechpartner fehlen.

Damit kein Mensch in unserem System verloren geht und man sich den vielfältigen Problemen annehmen kann, wurde im Jahr 2016 der § 16 h SGB II – Förderung schwer zu erreichender junger Menschen (FseJ), eingeführt, welcher die Rechtsgrundlage für das Projekt Ferryboat bildet.

Junge Menschen unter 25 Jahren, die von den Regelangeboten der Sozialleistungssysteme nicht oder nicht mehr erreicht werden, können so gezielt gefördert werden, um Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende in Anspruch zu nehmen und um ihnen zu ermöglichen an Bildungsprozessen, Regelangeboten der Arbeitsförderung, Ausbildung oder Arbeit teilhaben zu können.

Für wen wir da sind

Das Projekt richtet sich an drei Zielgruppen:

  • Junge Menschen außerhalb der Jugendhilfe, ohne tatsächliche Betreuung und Unterstützung durch andere Stellen, jedoch mit vorhandenem Förderbedarf
  • Junge Menschen in Jugendhilfe, bei denen das Ende der Maßnahme in den nächsten 1-2 Monaten absehbar ist, jedoch noch ein intensiver Förderbedarf besteht. Gründe hierfür können bspw. rechtliche Grundlagen zur Jugendhilfegewährung oder der eigene Wunsch nach einem Ende der Hilfe aufgrund eines nicht mehr passenden Angebots sein
  • Junge Menschen in einer Jugendhilfemaßnahme, die in den nächsten Wochen aufgrund mangelnder Mitwirkung abgebrochen werden soll, bei denen jedoch noch intensiver Förderbedarf besteht

Voraussetzungen für die Aufnahme in unser Projekt:

  • Alter bis 25 Jahre
  • Lebensmittelpunkt in der Landeshauptstadt München
  • Leistungsberechtigung nach § 7 SGB II (ALG II Anspruch)
  • Keine tatsächliche Betreuung durch andere Stellen
Was wir erreichen wollen

Grundlegendes Ziel von Ferryboat ist es, die jungen Menschen darin zu unterstützen, ihre individuellen Problemlagen zu überwinden, Zukunftsperspektiven zu entwickeln, sie für eine Erprobung und Vermittlung im Bereich Ausbildung und Arbeit zu befähigen und schließlich in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter einen Eintritt in die Ausbildungs- und Berufswelt zu ermöglichen.

Mögliche weitere Ziele sind die Inanspruchnahme von Leistungen der Grundsicherung, die Informationen und Beratung zu Regelleistungen der Träger nach SGB II, III, VIII, IX und XII sowie zu den therapeutischen oder anderweitigen Unterstützungsangeboten, die Begleitung nach der Übergabe an das Hilfenetzwerk, im Einzelfall auch die Unterstützung bei der Entwicklung einer Haltung zur Arbeitsaufnahme und zur schulischen, ausbildungsbezogenen beziehungsweise beruflichen Qualifikation.

Was wir anbieten
  • Stabilisierung der Wohnsituation
  • Stabilisierung der finanziellen Situation
  • Unterstützung beim Nachholen fehlender Schulabschlüsse
  • Unterstützung bei Ausbildungs- oder Arbeitsaufnahme
  • Stärkung der Schlüsselkompetenzen in der Arbeitswelt
  • Aufbau sozialer Netzwerke
  • Begleitung bei der Bearbeitung gesundheitlicher Themen
  • Unterstützung bei Problemen im Alltag u.a. auch familiäre Schwierigkeiten

Die detaillierte Angebots- und Leistungsbeschreibung können Sie der Leistungsvereinbarung und der zugrundeliegenden wirkungsorientierten Konzeption entnehmen.

Wie wir ausgestattet sind

Das Projekt Ferryboat hat seine Räumlichkeiten in der Sendlinger Straße, eine Gehminute vom Sendlinger Tor entfernt. In einem ruhigen Innenhof befindet sich das Gebäude, in welchem Büroräume mit fünf Arbeitsplätzen für MitarbeiterInnen sowie ein Arbeitsplatz mit PC für die Teilnehmenden, zwei Besprechungsräume, eine große Küche sowie ein Wartebereich zur Verfügung stehen.

Die Übergangsbegleitung von 25 jungen Menschen wird durch sozialpädagogische Fachkräfte im Umfang von 4,17 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) á 166,8 Wochenstunden durchgeführt, dies entspricht einem Betreuungsschlüssel von 1:6.

Das Team wird durch eine Leitungskraft (0,25 VZÄ; zehn Wochenstunden) geführt.

Was wir erreicht haben

Um die Wirkung unserer Arbeit zu messen und diese in einem nächsten Schritt zu optimieren, erheben wir soziodemografische Daten und individuelle Handlungsbedarfe, die wir in Form eines Zwischen- und Abschlussberichtes analysieren und darstellen. Die Zahlen stellen den Zeitraum von Oktober 2019 bis Januar 2021 dar.

  • Teilnehmerzahl gesamt: 43
  • Durchschnittsalter: 20,6 Jahre
  • Mädchen/Frauen: 21 %
  • Jungen/Männer: 79 %
  • Maßnahmendauer: 8,5 Monate
  • Erfolgreich beendete Maßnahmen: 16
Was es Aktuelles gibt

Zurzeit wird über die Möglichkeiten einer Fortführung des Projekts diskutiert.

Mit wem oder was wir kooperieren

In der täglichen Arbeit ist für Ferryboat eine Zusammenarbeit mit dem JiBB (Junge Menschen in Bildung und Beruf), IBZ Jugend (Integration- und Beratungszentrum), JIZ (Jugendinformationszentrum), der Kinder- und Jugendhilfe, der Wohnungslosenhilfe, den medizinisch und psychiatrischen oder psychotherapeutischen Einrichtungen, Sucht- und Schuldnerberatungen, dem Amt für Wohnen und Migration sowie potenziellen Arbeitgebern unerlässlich.

Darüber hinaus gibt es während der Betreuungszeit eine Zusammenarbeit mit den Fachkräften des Jobcenters, der Arbeitsagentur sowie der Sozialbürgerhäuser. Das Projekt selbst arbeitet mit der PFO (Psychotherapeutischen Fachambulanz Oberbayern) zusammen und hält für jeden Teilnehmenden acht Stunden für psychologische Diagnostik vor.

Wer uns fördert und unterstützt

Das Projekt wird durch das Jobcenter sowie die evangelisch-lutherische Landeskirche in Bayern im Zeitraum vom 01.06.2019 bis zum 31.05.2021 finanziert.

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