Mit einem gemeinsamen Informationsstand waren die Streetworkerinnen und Streetworker der Wohnungsnotfallhilfe sowie Mitarbeitende der Fachambulanz für Suchterkrankungen beim Tag der offenen Tür der Bundespolizei in Rosenheim.
„Es läuft gut an unserem Stand“, zog Robert Schmid, Bereichsleiter der Wohnungsnotfallhilfen eine positive Zwischenbilanz. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, um am Tag der offenen Tür der Bundespolizei am Infostand mit den Mitarbeitenden der Diakonie Rosenheim ins Gespräch zu kommen und Fragen rund um soziale Hilfsangebote zu stellen.
„Da wir eng mit anderen Hilfsnetzwerken zusammenarbeiten, haben wir häufig Kontakt zur Polizei und wurden deshalb eingeladen, unsere Arbeit vorzustellen“, berichtet Schmid.
Was gehört in einen Streetwork-Rucksack?
„Viele Menschen möchten helfen, sind aber unsicher, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen“, berichtet Sebastian Fuchs, der unter anderem im Bereich der aufsuchenden Sozialarbeit (Streetwork) im Einsatz ist. „Sie fragen uns zum Beispiel, wie sie Menschen unterstützen können, die auf der Straße leben, ob sie bettelnden Menschen Geld geben sollten oder an wen sie sich wenden können, wenn sie sich Sorgen um Nachbarinnen oder Nachbarn machen.“
Damit sich die Besucherinnen und Besucher vorstellen können, welche Ausrüstung Streetworkerinnen und Streetworker täglich dabeihaben und wie sie Menschen in schwierigen Lebenslagen unterstützen, konnten Interessierte in einem kleinen Quiz mithelfen, den Streetwork-Rucksack zu packen.
Wie Alkohol die Wahrnehmung verändert
Auch die Fachambulanz für Suchterkrankungen lud zum Mitmachen ein. Mit einer sogenannten Suchtbrille konnten Besucherinnen und Besucher ausprobieren, wie schwierig selbst einfache Aufgaben wie das Stapeln von Bauklötzen unter simuliertem Alkoholeinfluss werden. Bereichsleiterin Emilie Art kam dabei mit vielen Interessierten über die Auswirkungen von Alkohol und die Angebote der Suchthilfe ins Gespräch.
Zusammenarbeit im Hilfenetzwerk
Mehrere tausend Besucherinnen und Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um die vielfältigen Angebote kennenzulernen. Neben Vorführungen der Diensthundeführer, der Reiterstaffel und der Besatzung des Wasserwerfers luden zahlreiche Infostände zu Mitmachaktionen für Kinder und Erwachsene ein. Die Veranstaltung machte außerdem sichtbar, wie eng Polizei und soziale Hilfsangebote zusammenarbeiten – etwa wenn Menschen in schwierigen Lebenslagen an passende Unterstützungsangebote vermittelt werden.
Text und Bilder: Susanne Neumann


