Bei uns finden LGBTIQ*-Jugendliche einen sicheren Ort für die Entfaltung ihrer Potentiale. Ressourcenorientierung, intensive Beziehungsarbeit und Anerkennungsind die Schlüssel für den Erfolg unserer Arbeit mit LGBTIQ*-Klient*innen mit Schwerpunkt trans*/non-binär im Einzelbetreuten Wohnen, angegliedert an die Flexible Jugendhilfe Neuhausen. Mehr als die Hälfte der Jugendlichen, die uns bayernweit von den Jugendämtern zugewiesen werden, sind von ihren Familien verstoßen worden, weil sie trans*, non-binär, schwul oder lesbisch sind. Alle Familien sind auf die eine oder andere Weise überfordert, ihren Kindern Schutz, Sicherheit und Anerkennung zu geben. Wir verfügen über jahrzehntelange reflektierte Erfahrung in der professionellen Arbeit mit LGBT*- Klient*innen und deren Familien, speziell auch in der Begleitung von trans*/nicht-binären Kindern und Jugendlichen mit zusätzlichen, sehr individuellen Problemfeldern in allen jugendhilferelevanten Bereichen von A-Z, von Autismusspektrumsstörung bis Zwangsstörung, fast immer aber mit PTBS, meist mit vielen vorangegangenen Klinikaufenthalten. Der Umgang mit Intersektionalität und Kontextsensibilität wird in unserer Arbeit immer mitgedacht. Wir arbeiten in enger Kooperation mit den Jugendämtern und mit einem Netzwerk aus Psychotherapeut*innen und Ärzt*innen begleiten wir den Transitionsprozess für unsere Trans*Klient*innen. Aktuell haben wir eine Gruppe von sechs LGBTIQ*-Klient*innen, die aktiv von vier Care-Leaver*innen unterstützt werden. Alle sechs Klient*innen befinden sich in unterschiedlichen Phasen der rechtlichen, sozialen und medizinischen Transition. Alle bauen sich parallel zu diesem sehr herausfordernden Prozess mit unserer Unterstützung ein Leben auf. Ihr und unser Ziel: nach der Jugendhilfe ein eigenständiges, selbstbestimmtes und authentisches Leben führen zu können. Mit einem Schulabschluss, einem Beruf, einer Wohnung, sozialen Kompetenzen und sozialer Integration und einer Wahlfamilie, die auch über die Jugendhilfe hinaus bleibt. Im besten Fall auch mit einer Wiederannäherung an die Herkunftsfamilie. Das alles beinhaltet auch Rückschritte und Umwege und gelingt nicht immer. Aber mit einer tragfähigen und realistischen Potenzialanalyse als Basis, Ressourcenorientierung und Empowerment erreichen wir gemeinsam mit unseren Klient*innen meist sehr viel. Wir bleiben nicht bei der Stabilisierung als Ziel stehen, sondern erarbeiten mit den Jugendlichen Schritt für Schritt die Stabilität, um auch im Leistungsbereich erfolgreich sein zu können. Das vorläufige Ergebnis: Drittes Ausbildungsjahr „Kauffrau für Büromanagement“ bei der Landeshauptstadt München (und nebenbei Taz-Blogger*in), 13. Klasse FOS Sozialwesen, 12. Klasse FOS Sozialwesen, 12. Klasse FOS Technik, zweites Ausbildungsjahr Koch, 13. Klasse Gymnasium Unsere vier aktiven Care Leaver*innen: Ein Bankkaufmann, der noch in der Jugendhilfe seine Ausbildung abgeschlossen und dann die BOS gemacht hat, heute Betriebswirt mit Master ist und aktuell noch berufsbegleitend Soziale Arbeit studiert. Er macht zur Zeit ein Mentoring für eine*n unserer Klient*innen und möchte auch seine Studienpraktika bei uns machen. Er kam mit 18 Jahren zu uns und ist in einer sozialen Einrichtung aufgewachsen. Ein Sozialarbeiter, der mit 16 Jahren zu uns kam, ohne Schulabschluss, mit Mobbingerfahrungen in der Schule und in der Folge jahrelang schulabstinent war. Er hat bei uns im schulanalogen Unterricht der LFM Quali und M10 nachgeholt und dann an der FOS Sozialwesen sein Abitur gemacht. Er wohnt nicht mehr in München, macht aber ehrenamtlich medienpädagogische Projektarbeit für uns. Eine Maschinenbaustudentin in einem höheren Semester, die ebenfalls mit 16 Jahren mit Hauptschulabschluss plus Mobbingerfahrung zu uns kam und bei uns schulanalog (LFM)
Unsere erfolgreiche Werte- und wirkungsorientierte soziale Arbeit
Seit über 20 Jahren versorgt die Tafel Kolbermoor der Diakonie Rosenheim Menschen in Not mit Lebensmitteln. Dank der Stadt Kolbermoor können nun neue, größere Räume in der Pauline-Thoma-Schule genutzt werden – seit rund einem Monat läuft der Betrieb bereits, gestern fand die offizielle Einweihung statt.
Medientipp: Die ARD-Dokumentation „Toxische Männlichkeit – Woher kommt die Wut auf Frauen?“ zeigt, wie wichtig Prävention und Täterarbeit im Gewaltschutz sind.

Wie tanzen Rosinen im Sprudelwasser? Und wie entsteht ein Regenbogen im Glas? Im Haus für Kinder Vergissmeinnicht der Diakonie Rosenheim in Bruckmühl haben sich die Kinder in den letzten Monaten begeistert mit naturwissenschaftlichen Fragen beschäftigt.
Der 8. Oktober 2025 stand bei den Sozialen Diensten Oberbayern der Diakonie Rosenheim voll und ganz im Zeichen der Zukunft. Es ging um die Frage, wie sich Künstliche Intelligenz in der Sozialen Arbeit wirksam und werteorientiert einsetzen lässt.

Welche psychologischen Mechanismen stehen hinter Glücksspielsucht? Wie kann Beratung helfen – und was leisten gesetzliche Regelungen? Bei einer Fachveranstaltung der Diakonie Rosenheim trafen sich Mitte September Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Glücksspielbranche, um über Ursachen, Herausforderungen und Schutzmaßnahmen zu sprechen.