Wie Soziale Arbeit an Schulen Wirkung zeigt

Beim jährlichen Fachtag der Sozialen Arbeit an Schulen der Diakonie Rosenheim tauschten sich rund 130 Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter darüber aus, wie sie die Wirkung ihrer Arbeit an Schulen sichtbar machen.

Schülerinnen und Schüler müssen neben dem Unterricht oft viele Herausforderungen bewältigen, die sie stark beschäftigen und belasten können: Streit mit Mitschülerinnen und Mitschülern, Konflikte mit Lehrkräften, familiäre Belastungen, wie etwa die Trennung der Eltern. Die Mitarbeitenden der sozialen Arbeit an Schulen der Diakonie Rosenheim sind in solchen Situationen wichtige Ansprechpersonen. Sie hören zu, beraten, vermitteln und unterstützen. In enger Abstimmung mit Eltern, Lehrkräften und weiteren Beteiligten dass sich die jungen Menschen in der Schule und ihrem sozialen Umfeld wohlfühlen.

Wiedersehen macht Freude: Die JaS Fachkräfte der Diakonie Rosenheim
Fachtag zu wirkungsorientierter Schulsozialarbeit

Am 6. Mai kamen rund 130 Kolleginnen und Kollegen aus der Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) Schulsozialarbeit und Berufsorientierung in der Geschäftsstelle Bad Aibling der Diakonie Rosenheim zu ihrem jährlichen Fachtag zusammen. Das Treffen bietet Gelegenheit für Vernetzung, fachlichen Austausch und neue Impulse für die tägliche Arbeit an den Schulen.

150 Kolleginnen und Kollegen aus der Schulsozialarbeit versammelten sich in Bad Aibling

In diesem Jahr stand das Thema Wirkungsorientierung im Mittelpunkt und damit die Frage: Wie kann der Mehrwert von Jugendsozialarbeit an Schulen überzeugend sichtbar gemacht werden? Angesichts steigender Anforderungen und eines zunehmenden Kostendrucks auf öffentliche Haushalte wird diese Frage immer wichtiger.

Nach einem Fachvortrag von Prof. Dennis John von der Evangelischen Hochschule Nürnberg arbeiteten die Teilnehmenden in Kleingruppen an der Erstellung eines Wirkmodells. Dieses macht nachvollziehbar, welchen konkreten Nutzen Schülerinnen und Schüler davon haben, wenn sie die vielfältigen Angebote der Schulsozialarbeit wahrnehmen.

Professor Dennis John gibt eine Einführung in die Wirkungsorientierung
Raum für Austausch und Fachlichkeit

Die Möglichkeit, sich intensiv mit diesen Fragen auseinanderzusetzen, wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt. „Es war sehr schön, Zeit für den Austausch mit meinen Kolleginnen und Kollegen zu haben. Auch der fachliche Input zur Wirkungsorientierung war für mich ein interessanter Ansatz, um noch einmal anders auf unsere Arbeit zu blicken“, zieht Grit Liebig, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule in Grassau, als Fazit. Schulsozialarbeiterin Miriam Möglich vom Wilhelm Löhe Förderzentrum in Traunreut betont den Mehrwert des Fachtags: „Fachlichkeit ist mir wichtig. Deshalb ist es sehr sinnvoll für meine Arbeit, Themen wie diesen bewusst Raum zu geben.“

Auch Lisa Buck und Robert Kirchberger aus dem Leitungsteam des Geschäftsbereichs Jugend(sozial)arbeit und Ganztagsbildung, die den Fachtag organisiert haben, zogen ein positives Fazit: „Gemeinsam mit Prof. Dennis John und unseren vielen engagierten Fachkräften konnten wir vielfältige, fachliche Perspektiven austauschen und zur Wirkung unserer täglichen Arbeit ins Gespräch kommen. Vielen Dank an alle Beteiligten!”

Gesellschaftliche Wirkung stets im Blick

Wie wichtig die Wirkungsorientierung der sozialen Arbeit bei der Diakonie Rosenheim ist wird auch im Leitbild der Diakonie Rosenheim deutlich. Überall dort, wo Mitarbeitende der Diakonie Rosenheim Menschen unterstützen, soziale Probleme lindern oder dazu beitragen, dass sie gar nicht erst entstehen, wird Wirkung konkret erfahrbar – in Schulen, in Familien und im Alltag der gesamten Gesellschaft.

Text: Lena Erhard
Bilder: Robert Kirchberger, Lisa Buck, Sarah Kellner

 

Lena Erhard
Autor: Lena Erhard

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