Mit einer Feierstunde hat die Diakonie Rosenheim am 10. Juli ihr Sozialkaufhaus in Bernau am Chiemsee offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber, Vertreterinnen der evangelischen und katholischen Kirche sowie Gästen aus der Region feierte die Diakonie Rosenheim das Sozialkaufhaus als einen Ort, an dem nicht nur Gegenstände, sondern auch Menschen eine zweite Chance bekommen.
„Wir öffnen weit mehr als ein Geschäft“
„Wir öffnen weit mehr als ein Geschäft. Wir schaffen einen Ort, an dem ökologische Verantwortung und soziale Teilhabe miteinander verbunden werden“, sagte Klaus Voss, Mitglied der Geschäftsleitung der Diakonie Rosenheim, bei der Einweihung.
Das Sozialkaufhaus bietet sechs Zuverdienstplätze und sechs Plätze im Rahmen von Arbeitsgelegenheiten (AGH) für Menschen, die aufgrund einer Erkrankung oder anderer persönlicher Lebensumstände derzeit nicht oder noch nicht vollständig am Arbeitsleben teilnehmen können. „Im Sozialkaufhaus können sie schrittweise wieder Arbeitsstrukturen kennenlernen, Selbstvertrauen gewinnen und neue Perspektiven entwickeln“, so Voss. Derzeit ist erst die Hälfte der Plätze besetzt. Menschen, die im Rahmen des Zuverdienstmodells oder einer Arbeitsgelegenheit (AGH) dort arbeiten wollen, können sich melden.
Wertvoller Beitrag für das Gemeindeleben
Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber würdigte in ihrem Grußwort das Engagement der Diakonie Rosenheim: „Sie haben unseren Respekt und unsere volle Unterstützung, denn sie leisten einen unheimlich wertvollen Beitrag für das Leben in der Gemeinde“, sagte sie. Als „Nervennahrung“ für den Arbeitsalltag überreichte Biebl-Daiber dem Team einen Korb mit Schokolade. Im Anschluss an die Grußworte segneten die evangelische Pfarrerin Sabine Huber und die katholische Kollegin Conny Frey die neuen Räume.
Gelungener Start für das Kaufhaus
Seit Anfang Juni ist das Sozialkaufhaus in Bernau am Chiemsee geöffnet und bereits gut angelaufen. „Es läuft noch besser als wir erwartet haben. Wir bekommen wahnsinnig viele Spenden“, berichtet Michael Jahn, Bereichsleiter der Diakonie Rosenheim. Vor allem Kleidungsstücke, Geschirr und Möbel werden laut Jahn abgegeben.
Der Leiter des Kaufhauses, Matthias Münx, sowie die Mitarbeitenden und derzeit drei Ehrenamtliche nehmen die Sachspenden entgegen, bereiten diese auf und verkaufen sie zu günstigen Preisen. Geöffnet ist das Sozialkaufhaus Bernau in der Chiemseestraße 84 montags bis freitags von 11 bis 17 Uhr. Gut erhaltene Sachspenden können während der Öffnungszeiten abgegeben werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können gut erhaltene Möbel auch abgeholt werden.
Mit dem Standort Bernau betreibt die Diakonie Rosenheim nun fünf Sozialkaufhäuser in der Region. Bereits in Rosenheim, Bruckmühl, Hausham und Wasserburg sind entsprechende Einrichtungen etabliert.