Fachambulanz für Suchterkrankungen - Außenstelle Wasserburg
Kontaktinformationen
Wer hier arbeitet und wer für was zuständig ist

In unserem multiprofessionellen Team arbeiten Fachkräfte verschiedener Professionen (Soziale Arbeit, Sozialpädagogik und Psychologie). Über ihre Fachlichkeit hinaus verfügen unsere Mitarbeitenden über eine hohe persönliche und soziale Kompetenz im Umgang mit hilfesuchenden Menschen.

Ergänzt wird unser Team durch eine zentrale Verwaltung.

Bereichsleitung

Maximilian Jaroljmek – M.A. (FH)
Tel.: +49 (0)8031 356280
E-Mail: maximilian.jaroljmek@sd-obb.de

Wann wir geöffnet haben und wann Sie uns erreichen können

Das Büro der Fachambulanz in Wasserburg ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montags9 Uhr bis 12 Uhr / 13 Uhr bis 17 Uhr
DienstagsTermine nach Vereinbarung
Mittwochs13 Uhr bis 17 Uhr
Donnerstags9 Uhr bis 12 Uhr / 13 Uhr bis 17 Uhr
Freitags9 Uhr bis 13 Uhr

Außerhalb der Öffnungszeiten ist ein Anrufbeantworter für Ihre Anliegen verfügbar. Gerne können Sie uns auch eine Nachricht per E-Mail schreiben.

Warum es uns gibt

Genuss oder übermäßiger Konsum, oft liegen dieser sehr nah beieinander. Der Übergang ge-staltet sich fließend und teilweise unbemerkbar. Eine entstandene Abhängigkeit kann sowohl körperliche als auch psychische Beeinträchtigungen auslösen. Sich davon zu befreien ist daher nicht einfach und gelingt meisten mit Hilfe besser. Der erste Schritt ist dabei oftmals auch der schwerste.

Die Suchtberatungsstelle mit unseren ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern können den Hilfesuchende emotional und fachlich unterstützen und weiterhelfen. Mit den Bereichen Präven-tion, Beratung, Betreuung, ambulante Suchttherapie und ambulante Nachsorge sind wir in der Stadt und Landkreis Rosenheim eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um substanzbezogene Störungen wie Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol, Medikamenten oder illegalen Drogen, aber auch sonstigen Verhaltensweisen mit Suchtcharakter (z. B. Glücksspiel, Mediennutzung, Essstörungen, Kaufsucht) geht.

Für wen wir da sind

Unsere Außenstelle der Fachambulanz für Suchterkrankungen in Wasserburg ist offen für alle Menschen, die das Thema Sucht in irgendeiner Form begleitet. Gemeinsam mit Ihnen besprechen wir Ihre momentane Situation und erarbeiten das weitere Vorgehen. Je nach Ausgangslage und Art der Sucht werden adäquate Behandlungen dargestellt und ggf. findet eine Weitervermittlung an die entsprechende Stelle statt.

Wir erarbeiten zusammen mit Ihnen neue Perspektiven und unterstützen Sie bei einer selbstverantwortlichen Lebensführung. Dabei ist es völlig egal mit welchem Anliegen, selbst betroffen oder angehörig und aus welchem Grund Sie den ersten Schritt gemacht haben, wir begleiten Sie auf den nächsten Schritten.

Unsere Angebote beziehen sich sowohl auf Probleme mit Alkohol, Medikamenten, illegalen Drogen als auch auf nichtstoffgebundene Suchtprobleme, wie pathologischem Spielen, missbräuchlichem Mediengebrauch oder sonstigen suchthaften Verhaltensweisen.

Was wir erreichen wollen

Je nach Ihrem Auftrag unterstützen wie Sie in der Erreichung Ihrer Vorhaben, sei es die Stabilisierung Ihrer Lebenssituation, Konsumreduktion oder eine langfristige Suchtmittelabstinenz.

Was wir anbieten

Unser Beratungsbüro der Fachambulanz in Wasserburg am Inn ist eine Anlaufstelle, um Fragen rund um die Themen „Konsum“ und „Sucht“ zu stellen und Beratung in Anspruch zu nehmen. Unsere Tätigkeiten umfassen alle Bereiche der ambulanten Suchthilfe, vorrangig Beratung, aber auch Krisenintervention und Wissensvermittlung. Wir begleiten Sie vor Ort und nach Bedarf. Weiterhin wird durch die Vermittlung in weiterführende Maßnahmen wie etwa in eine ambulante oder stationäre Entwöhnungstherapie und anschließende ambulante Nachsorge bei uns sowie Unterstützung bei allen Arten von gefährdetem und abhängigem Verhalten geboten.

Einzel-und Gruppenberatung
Sie können jederzeit einen Einzeltermin mit unseren erfahrenen Suchtberaterinnen und Suchtberatern vereinbaren oder an einer unserer Orientierungsgruppen teilnehmen. Weitere Informationen finden Sie unter „Aktuelles“.

Angehörigenberatung
Für Angehörige und Bekannte einer von Sucht betroffenen Person ist es oft nicht leicht mit der Situation zurechtzukommen. Über die Hälfte suchen wegen körperlicher und/oder seelischer Beschwerden einen Arzt auf. Häufig stehen Diagnosen wie Depression, Burn-Out, Schlaflosigkeit, Nervosität oder Migräne im Raum. Dabei wird oft verkannt, dass sich Probleme nicht unmittelbar durch die Sucht des nahestehenden Menschen ergeben, sondern durch das Zusammenleben mit einer abhängigen Person. Wir unterstützen Sie darin, dass Sie wieder handlungsfähig werden, eine Perspektive entwickeln und Lebensqualität zurückgewinnen. Gerne helfen wir Ihnen sich einen unterstützenden Kommunikationsstil anzueignen. Ebenso bieten wir Ihnen auf Wunsch auch Paar- oder Familienberatung an.

In Einzelberatungen informieren wir Sie dazu und erarbeiten gemeinsam hilfreiche Verhaltensweisen. Als besonders wertvoll wird von Betroffenen die Angehörigengruppe empfunden, die wir bei Interesse anbieten. Das Gefühl, nicht allein mit dieser Problematik zu sein, verschafft meistens bereits Erleichterung.

Betriebliche Suchtberatung und -prävention
In vielen Betrieben und Behörden arbeiten in allen Hierarchiestufen Menschen, die einen problematischen Umgang mit Suchtmitteln und speziell mit Alkohol haben. Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) gelten 5 % der Mitarbeitenden und 10 % der Führungskräfte eines Betriebes als alkoholabhängig. Bis zu 10 % weisen einen problematischen Umgang mit Alkohol auf. Wir bieten im Bereich der betrieblichen Suchtprävention und Suchtberatung folgende Leistungen für Sie an:

  • Beratung von Führungskräften, Personalverantwortlichen, betrieblichen Sozialarbeitern rund um die Themen Konsum, Arbeitsrecht, Behandlungsmöglichkeiten etc.
  • Vermittlung von suchtgefährdeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in passende Hilfen
  • Vorträge, Schulungen und Workshops
  • Der Fach- und Erfahrungsaustausch „fit4work“ (Vorträge, Informationen, Austausch mit Firmen) findet mehrmals im Jahr mittwochs von 10.00 – 12.00 Uhr in den Räumen der Fachambulanz in Rosenheim statt.
  • Gemeinsame Erarbeitung von Suchtpräventionsmaßnahmen für Ihr Unternehmen
  • Fach- und Erfahrungsaustausch “fit4work” (Vorträge, Informationen, Austausch mit Firmen)

Frühzeitiges Intervenieren kann Kosten reduzieren und oftmals eine langwierige Behandlung ersparen.

Sucht im Alter
Sucht kann auch im Alter Probleme machen. Die Zielgruppe unseres Angebots umfasst ältere Menschen ab 60 Jahren, die eine Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit in Verbindung mit altersspezifischen Problemen aufweisen. Neben den Betroffenen selbst richtet sich unser Angebot auch an das Personal von Einrichtungen der Altenhilfe und Angehörige.

Substitutionsbegleitung
Die Lebenswelt in unserer Gesellschaft wird zunehmend komplexer. Wir bieten Ihnen unterstützende Hilfe auf Ihrem Weg. In Form von begleitender Beratung zur Substitution und in enger Absprache mit Ihrem Arzt sind wir als Ansprechpartner da, wenn Sie uns brauchen. Ziel einer Substitutionsbehandlung ist es, Ihnen durch eine medizinisch überwachte Dosierung eines legalen Ersatzmedikaments einen Ausweg aus dem illegalen Drogensetting zu bieten und Infektionskrankheiten zu senken sowie Ihre gesellschaftliche Integration zu erhalten bzw. Sie bei der Reintegration zu unterstützen. Mithilfe der schrittweisen Reduktion des Medikaments werden Entzugserscheinungen verhindert und Suchtdruck minimiert. Durch diese Therapie können Sie langfristig in ein neues, konsumfreies Leben starten. Wir stehen Ihnen in verschiedenen, individuellen Lebenssituationen und Lebensbereichen zur Seite und leisten durch die Einbindung Ihrer individuellen Ressourcen und Wünsche Unterstützung.

Weitere Angebote unter dem Dach der Fachambulanz für Suchterkrankungen sind:

 Alle Beratungs- und Interventionsangebote sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht.

Wie wir ausgestattet sind

Die Fachambulanz für Suchterkrankungen in Wasserburg am Inn befindet sich in der Altstadt in Gehweite zum Busbahnhof. Neben dem Büro der hauptamtlichen Fachkräfte steht ein Gesprächs- und Gruppenraum zur Verfügung, sowie eine Räumlichkeit der Kontakt- und Begegnungsstätte „ComeInn“ im Wasserburger Stadtteil Gabersee.

Was wir erreicht haben

Trotz Corona bedingten Erschwernissen war es uns möglich zahlreiche Klienten und Klientinnen zu beraten und in Fachkliniken zu vermitteln. Des Weiteren konnten die ambulante Reha und Nachsorge ausgebaut werden. Durch eine Stellenerweiterung konnten wir 2020 unser Angebot in dem Standort Wasserburg sowohl zeitlich als auch personell ausbauen. Die Fachambulanz in Wasserburg ist jetzt an 5 Tagen in der Woche besetzt.

Was es Aktuelles gibt

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Pandemie gilt in unserem Gebäude das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes als verpflichtend. Bitte kommen Sie nur persönlich, wenn Sie beschwerde- und symptomfrei sind. Nutzen Sie, wenn möglich, unser Angebot einer Telefonberatung.

Unsere Orientierungsgruppen in den umliegenden Kliniken können wir zurzeit leider nicht anbieten.

Mit wem oder was wir kooperieren
Wer uns fördert und unterstützt

Die Finanzierung unserer Leistungen in Form einer Förderpauschale erfolgt nach Art. 82 Abs. 1 Nr.1 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG) durch den Bezirk Oberbayern mit dem Zweck der Versorgung von Menschen mit Suchterkrankungen.

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