In der Heilpädagogischen Gruppe arbeiten Fachkräfte unterschiedlicher Professionen (Erziehungswissenschaft, Heilpädagogik, Sozialpädagogik) in Teilzeit, die für die Tätigkeit im Bereich Heilpädagogik an Schulen persönlich und fachlich geeignet sind. Mitarbeitende verfügen teils über eine Zweitqualifikation bzw. haben eine Zusatzausbildung und/oder weiterführende Fortbildungen.
Bereichsleitung
Verena Jaworski – Sozialpädagogin (B.A.)
Tel.: 015 786776646
E-Mail: verena.jaworski@jh-obb.de
Verena Jaworski verantwortet die fachliche, personelle und organisatorische Leitung der heilpädagogischen Angebote in Wasserburg, Reitmehring und Halfing.
Heilpädagogik an Schulen ist eine Weiterentwicklung der Konzeption für Heilpädagogische Tagesstätten und basiert auf einer partnerschaftlichen Kooperation von Schule und Jugendhilfe, die zum Ziel hat, eine gelingende Integration von Schülern und Schülerinnen mit besonderem Förderbedarf in dessen Schule, sowie in dem ursprünglichen Umfeld zu unterstützen. Möglich sind heilpädagogische Fördereinheiten zu unterschiedlichen Zeiten und Settings, orientiert am Bedarf des einzelnen Kindes, z.B. vormittags in der Klasse, im Unterricht, nachmittags jeweils einzeln oder auch in der Kleingruppe.
Kinder im Grundschulalter mit besonderem Förderbedarf im sozial-emotionalen und schulischen Bereich, sowie auch Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Teilleistungsstörungen werden an Regelschulen unterrichtet. Die Arbeit der Mitarbeitenden in der Heilpädagogischen Gruppe hat die gelingende Integration und eine sozial-emotionale Stabilisierung zum Ziel. Die Familie wird durch regelmäßig stattfindende Gespräche in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt und unterstützt. Die Belegung und Finanzierung erfolgt durch das Kreisjugendamt Rosenheim auf der gesetzlichen Grundlage nach § 27 in Verbindung mit § 35a SGB VIII.
Kinder anderer Grundschulen können nach Zustimmung der Schulleitung für die Dauer der Maßnahme als Gastschüler an der Grundschule Halfing unterrichtet werden. In der Heilpädagogischen Gruppe können bis zu neun Kinder aufgenommen werden.
Ausschlusskriterien sind Selbst- und Fremdgefährdungen, die einen akuten medizinischen, psychologischen oder psychiatrischen Behandlungsbedarf erfordern sowie ein nicht steuerbares gewalttätiges Verhalten, das den Schutz und die Sicherheit anderer gefährdet. Gleiches gilt für einen nicht leistbaren Pflegebedarf bzw. die Notwendigkeit gesonderter baulicher Voraussetzungen aufgrund einer Beeinträchtigung des Kindes. Auch eine dauerhaft fehlende elterliche Bereitschaft zur Mitarbeit bzw. eine dauerhafte Verweigerung des Kindes zählt ebenso als Kriterium für einen Ausschluss.
Die Kinder sollen befähigt werden in individuell angemessener Weise am Leben in Gemeinschaften wie Schule, Familie und dem sozialen Umfeld teilzunehmen. Die Familien werden in ihrer Erziehungsarbeit vorübergehend entlastet und in ihrer Erziehungsverantwortung und Erziehungskompetenz gestärkt.
Im gemeinsamen Arbeiten der Professionen – Pädagoginnen/Pädagogen, Heil-/Sozialpädagoginnen, Heil-/Sozialpädagogen, Erzieher/Erzieherinnen – geschieht ein Austausch über diverse Wahrnehmungen, Interpretationen und Herangehensweisen. Vormittags sind die Fachkräfte v. a. in Unterricht und Pausen zur Unterstützung und Begleitung der Schüler im Einsatz. Der Fokus der pädagogischen Fachkräfte liegt hier nicht auf dem Förderbedarf des einzelnen Kindes, sondern darauf die Klassen zu befähigen Integration zu ermöglichen. Nachmittags findet die Betreuung in Rahmen der geschützten Gruppe statt. Der Gruppenalltag bietet den Kindern einen sicheren Rahmen zum Erleben, Erlernen und Trainieren neuer sozialer und emotionaler Erfahrungen.
Durch individuelle Förderung in den Bereichen Selbstwertgefühl, positives Selbstbild und emotionale Stabilität werden die Kinder gestärkt. Begleitet durch die Fachkräfte sollen die Kinder eigene Interessen und Bedürfnisse erkennen und entwickeln. Sie erleben die Möglichkeit, sich gemeinsam mit anderen an der Freizeitplanung zu beteiligen. Hierbei stehen Sport- und Bewegungsspiele, kreative Angebote sowie der Umgang mit „neuen Medien“ im Fokus.
Die Bereitschaft der Familie zu aktiven Mitarbeit ist für uns sehr bedeutend. Regelmäßige vertrauliche Elterngespräche ermöglichen es Eltern und Kindern Verhaltensmuster zu ändern und neue Lösungswege für herausfordernde Situationen zu entwickeln.
Aufgrund der „kurzen Wege“ zwischen Gruppenfachkraft und den Lehrkräften ist ein regelmäßiger Austausch gegeben, der neben ergänzenden Kooperationen mit anderen Hilfen dazu beitragen kann, die Familiensituation zu stabilisieren.
Die detaillierte Angebots- und Leistungsbeschreibung ist der Leistungsvereinbarung zu entnehmen.
Die HPS befindet sich in den Räumlichkeiten der Grundschule Halfing.
Der Heilpädagogischen Gruppe stehen ein Gruppenraum und ein Nebenraum zur Verfügung. Der Gruppenraum wird für Besprechungen, Bastelaktionen oder zum Spielen genutzt. Die Hausaufgaben werden im Nebenraum erledigt. Dadurch entsteht ausreichend Platz, um auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes einzugehen.
Die Fachkräfte essen gemeinsam mit den Kindern in einem ruhigen Umfeld zu Mittag. Am Nachmittag kann ebenso die Schulküche mitbenutzt werden.
Der Pausenhof bietet Platz zum Toben und auch der örtliche Spielplatz ist in nur wenigen Gehminuten zu erreichen.
Die HPS Halfing ist unsere erfahrenste Einrichtung der Jugendhilfe Oberbayern im Bereich Heilpädagogik an Schulen und besteht bereits seit dem Schuljahr 2014/2015.
Die Schule und die Fachkräfte der Heilpädagogischen Gruppe arbeiten seit Beginn an eng und kollegial miteinander und leisten somit einen großen Anteil im Thema Inklusion.
Um unseren Betreuungs- und Erziehungsauftrag bestmöglich erfüllen zu können, sind wir mit unterschiedlichen Einrichtungen und Unternehmen vernetzt.
Eine sehr enge und konzeptionell gegebene Kooperation besteht mit der Schule – allen voran mit dem Schulleitungsteam sowie mit den jeweiligen Klassenlehrkräften. Selbstverständlich besteht auch mit dem Rosenheimer Kreisjugendamt eine partnerschaftliche und kollegiale Zusammenarbeit.
Weitere Kontakte:
- Staatliches Schulamt Rosenheim
- Schulpsychologischer Dienstag
- Schulvorbereitende Einrichtungen
- Bezirk Oberbayern
- benachbarte Schülerbetreuungseinrichtungen
- Sportvereine im Einzugsgebiet
- Fachakademien, Fach- und Hochschulen
- kulturelle, soziale, medizinische Einrichtungen des Landkreises und des Trägers
- Kirchengemeinden im Einzugsgebiet
- usw.

