Präsident des Diakonischen Werks Bayern in Ruhestand verabschiedet

Am Montag, 3. Mai 2022, wurde Michael Bammessel, Präsident des Diakonischen Werks Bayern – dem zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband, nach über zehn Jahren an der Verbandsspitze im Rahmen eines Festgottesdienstes in Nürnberg in den Ruhestand verabschiedet!

Der 1956 in Bayreuth geborene Bammessel war seit 1999 Pfarrer an der St. Egidien-Kirche in Nürnberg und Stadtdekan für den Dekanatsbezirk Nürnberg. Im Sommer 2011 wurde er zum Präsidenten der Diakonie in Bayern gewählt, dem zweitgrößten bayerischen Wohlfahrtsverband mit mehr als 3.000 Einrichtungen und über 90.000 Mitarbeitenden.
Bammessel studierte in Neuendettelsau, Tübingen und Erlangen Theologie und war nach seinem Vikariat im Dekanat Weiden Pfarrer an verschiedenen Nürnberger Gemeinden – darunter in Gostenhof mit verschiedenen sozialen Herausforderungen.

In seiner Abschiedspredigt, die er während des Festgottesdienstes in der Sebalduskirche hielt (mittleres Foto), bezeichnete Bammessel die Diakonie als „Operation Hoffnung“. Der Grund dieser Hoffnung, so Bammessel weiter, sei das Evangelium: „Die Predigt vom Reich Gottes und die Hilfe für die Menschen gehören bei Jesus, dem eigentlichen Inspirator der Diakonie, unauflöslich zusammen.“ Dies bedeute jedoch nicht, dass bei der Diakonie alles „wunderbar“ sei: „Wenn wir in die Geschichte der Diakonie hineinschauen, z. B. in die frühere Heimerziehung, dann kann man vieles nur beschämt zur Kenntnis nehmen. Oft haben Menschen mit viel gutem Willen – ja! – und mit hohem Einsatz auch viel Verqueres und Belastendes getan. Diakoniegeschichte ist eine Geschichte des Lernens.“ Man brauche darum kein Idealbild der Diakonie zu zeichnen. Aber die Hoffnung des Evangeliums gründe nicht darauf, „dass Menschen so toll sind. Sondern sie beruht auf dem Wissen, dass Gott mit seiner Liebe am Ende stärker sein wird als alles.“ Keine echte Hoffnung habe die Gegenwart unverändert gelassen.

Seine Amtszeit bezeichnete Bammessel als „vergleichsweise gute Jahre.“ Es habe in vielen Bereichen Verbesserungen gegeben, so seien beispielsweise in der Pflege ein Mindestlohn eingeführt und die Tagespflegen deutlich ausgebaut worden. Dennoch seien weitere Verbesserungen notwendig, um etwa die Belastung des Pflegepersonals abzubauen und Menschen durch den Abbau von Bürokratie einen leichteren Zugang zu Sozialleistungen zu ermöglichen.

Zu Gottesdienst und anschließendem Empfang wurden rund 300 Gäste aus Politik, Kirche und Gesellschaft erwartet – unter ihnen auch Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (Foto rechts), der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heinrich Bedford-Strohm (Foto links), der die Entpflichtung vornahm, sowie der Präsident des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland, Ulrich Lilie.
Die Diakonie Rosenheim war durch Dr. Andreas Dexheimer, Sprecher der Geschäftsleitung, und Klaus Voss, Gesamtleiter der „Sozialen Dienste Oberbayern“ und Geschäftsleitungsmitglied der Diakonie Rosenheim, vertreten.

   

Die Nachfolge von Bammessel tritt im Juni Dr. Sabine Weingärtner an. Die bisherige stellvertretende Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (kda Bayern) war im Dezember 2021 als erste Frau in der Geschichte der Diakonie Bayern in das Amt gewählt worden!

KomMa
Autor: KomMa

Kommunikation und Marketing der Diakonie Rosenheim

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