Staatsminister Joachim Herrmann präsentiert WoFA-Projekt bei der Diakonie Rosenheim

2019 startete das Projekt „Wohnraum Für Alle – Integration braucht ein Zuhause“ (WoFA) an fünf Standorten in Bayern – heute ist es in acht Städten (Augsburg, Hof, Kempten, Nürnberg, Rosenheim, Schweinfurt, Straubing und Traunstein) vertreten und hat bereits rund 2.000 Geflüchteten mit Bleiberecht geholfen, eine Wohnung zu finden.
Am 19. Oktober 2022 wurde eine Zwischenbilanz des Integrationsprojekts, das auf einer Kooperation zwischen dem Diakonischen Werk Bayern und der Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern beruht und seine Anfänge in Rosenheim hatte, in Bad Aibling in den Räumen der Diakonie Rosenheim von Innenminister Joachim Herrmann präsentiert. Das Projekt wird vom „Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration“ seit seinem Start vor drei Jahren gefördert.

Die Mitarbeitenden des Projekts unterstützen Menschen mit Migrationshintergrund bei ihrer Wohnungssuche: Sie kontaktieren Vermieter/-innen, bauen bei ihnen Vertrauen auf und Vorbehalte ab und fungieren auch noch während des Mietverhältnisses als Ansprechpartner/-innen für die Beteiligten. Geflüchtete werden zudem im Rahmen des Projekts in Seminaren zu Themen wie Mülltrennung, richtigem Lüften oder der Bedeutung der Hausordnung geschult – und erhalten am Ende für ihre Teilnahme an der Schulung einen so ganannten Mietführerschein. Auch diese Maßnahme schafft Vertrauen auf der Seite der Vermieter/-innen und erhöht die Chancen bei der Wohnungssuche.

Vorstellung und Zwischenbilanzierung des WoFA-Projekts

Zur Präsentation der Zwischenbilanz in Bad Aibling waren nicht nur Projektbeteiligte, sondern auch Vertreter/-innen der Evang.-Luth. Kirche in Bayern, der Diakonie Bayern  und des Innenministeriums gekommen. Die Stadt Bad Aibling wurde von ihrem ersten Bürgermeister Stephan Schlier, der Landkreis Rosenheim von Landrat Otto Lederer vertreten. Dr. Jürgen Pelzer vom Diakonischen Werk Bayern führte durch die rund zweistündige Veranstaltung (Foto unten).

Zu Beginn wurden die Anwesenden von Dr. Andreas Dexheimer, Vorstand und Sprecher der Geschäftsleitung der Diakonie Rosenheim, begrüßt (Foto unten). Mitarbeitende des Trägers waren von Anfang an an der Konzeptentwicklung für das Projekt beteiligt.

Nach der Begrüßung bedankte sich Sabine Claaßen von der Evang.-Luth. Landeskirche in ihrer Keynote für die Förderung des Innenministeriums und berichtete von den Anfängen des Projekts, das sie seitens der Kirche von Beginn an betreute (Foto unten).

Ihr folgte Oberkirchenrat Stefan Blumtritt ebenfalls mit ein paar Worten (Foto unten),

bevor Staatsminister Joachim Herrmann in seiner Rede die Bedeutung des WoFA-Projekts für Geflüchtet und ihre Integration betonte (Fotos unten).

   

Der Innenminister bedankte sich bei allen Projektbeteiligten für ihr Engagement – besonders am Standort Rosenheim. Auch beklagte er in seinen Ausführungen das allgemein knappe Wohnungsangebot im mittleren und unteren Preissegment, dass es eben Menschen mit einem Migrationshintergrund besonders schwer mache, eine Wohnung zu finden.
Zum Abschluss des ersten Veranstaltungsteils wurde ein Film abgespielt, der u. a. die Projektarbeit am Standort Traunstein zeigte.
In der sich an die Filmvorführung anschließenden Pause hatten die Projektbeteiligten Zeit zum Netzwerken, während Minister Joachim Herrmann Pressefragen beantwortete (Fotos unten).

 

Im zweiten Teil der Veranstaltung standen Migrantinnen und Migranten im Mittelpunkt, die dank des Projekts eine Wohnung gefunden haben, sowie Projektmitarbeitende und -beteiligte, die anhand anschaulicher Beispiele ihre Arbeit schilderten und auf Herausforderungen hinwiesen (Fotos unten).

 

Nach diesen Beispielen aus der Praxis hielt Thies Schlüter von der Diakonie Rosenheim das Abschlusswort (Foto unten).

Er wirkte am Standort Rosenheim von Anfang an am WoFA-Projekt mit und überreichte am Ende der Veranstaltung Dr. Heike Jung vom „Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration“ die erarbeitete Projekt-Konzeption und das Projekt-Handbuch.

Nach der Präsentation hatten die Anwesenden erneut Gelegenheit zum Austausch, für Gespräche und zur Kontaktvertiefung.

KomMa
Autor: KomMa

Kommunikation und Marketing der Diakonie Rosenheim

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